Kroatien 28.04. – 07.05.2017

Übersicht:

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28.04.

Nachdem unser letzter Kroatienurlaub, damals ohne Womo, aufgrund des Wetters nicht in bester Erinnerung geblieben ist, wollen wir es dieses Jahr mit dem Womo nochmals probieren. Wir starten am Freitag nach der Arbeit und kommen gegen 15Uhr bei Schneefall los. Ja man beachte, wir haben Ende April und es schneit. Unsere erste Station ist beim „Kellerbauer Wohnmobil Stellplatz“ (N47°22’13“ O13°25’44“), ca. 20km nach Bischofshofen. Durch München erwischen wir natürlich den Berufsverkehr und kommen nur langsam voran. Gegen 21Uhr kommen wir am Stellplatz an. Ein Gefühl von Wintercamping kommt bei Schneefall und ca. 15cm Schnee auf. Die Straßen waren jedoch zum Glück alle frei und problemlos zu fahren. Wir machen uns noch etwas zu Essen und wandern dann direkt ins Bett. Morgen werden wir hoffentlich Richtung Sonne und Wärme kommen.

29.04.

Nach einer ruhigen Nacht und einem feinem Frühstück geht es für uns weiter. Unser heutiges Ziel ist der „Camping Village Stupice“ (N44°47’52“ O13°54’48“) in Premantura bei Pula. Um die Maut für den Karawankentunnel und die slowenische Vignette zu sparen fahren wir bei Villach nach Italien auf der A23 Richtung Udine und dann auf die A4 nach Triest. Die Maut und der „Umweg“ von 30km ist nicht der Rede wert, da auf der Autobahn in Italien nicht viel Verkehr ist. An der Grenze Italien/Slowenien fahren wir !direkt! nach der Grenze auf den Rastplatz bzw. Tankstelle, von der wir auf eine Landstraße kommen. Wir orientieren uns zuerst nach Skofije, anschließend entlang der Autobahn über Bertoki nach Koper. Ab Koper führt die Straße „11“ direkt nach Kroatien. Nach 23km haben wir Slowenien mautfrei durchfahren und fahren auf der kroatischen Autobahn Richtung Pula. Der Campingplatz Stupice befindet sich am südlichen Ende von Istrien direkt am Naturschutzgebiet Kamenjak. Das tolle an dem Campingplatz ist die kleine Insel, auf der man mit dem Womo stehen kann. Wir suchen uns einen der letzten Plätze auf der Insel und richten uns ein.

30.04.

Nachdem der Wind vom Vortag immer noch nicht weniger geworden ist, schauen wir uns nach einem anderen, windgeschützten Platz um. Wir haben etwas Schwierigkeiten einen Platz zu finden, der eben genug ist, so dass wir es mit unseren Keilen noch ausgleichen können. Fast alle Plätze am Meer sind dermaßen schief, dass es unmöglich ist, das Womo ausgerichtet zu bekommen. Aber wir haben Glück und finden einen Platz, der es uns ermöglicht, das Womo auszurichten und noch dazu haben wir von dort aus eine fantastische Sicht aufs Meer. Wir sind sogar der Meinung, dass der Platz besser ist, als die Plätze auf der Insel. Wir wandern noch ein wenig am Meer entlang in Richtung dem Naturschutzgebiet. Zurück am Womo hat der Wind nun aufgehört zu blasen und wir genießen einfach nur die Sonne und die Aussicht.

01.05.

Heute feiern wir Geburtstag 🙂 Nach dem Frühstück backen wir gemeinsam einen Apfelkuchen im Omnia. Es ist Kuchen-Premiere für den Omnia. Es gelingt uns sehr gut und nachdem der Kuchen fertig gebacken ist machen wir uns fertig, um mit dem Roller ein wenig die Gegend zu erkunden. Direkt neben dem Campingplatz befindet sich ein Naturschutzgebiet, welches man gegen Gebühr befahren darf. Heute haben wir Glück, denn auch in Kroatien ist Feiertag und da ist die Einfahrt frei. Über staubige Schotterpisten kann man zig Wege befahren und kommt immer wieder an wunderschöne Aussichtspunkte und Buchten. Da heute Feiertag ist, sind natürlich auch viele Kroaten unterwegs und genießen das schöne Wetter im Naturschutzgebiet. Beinahe alle Wege haben wir abgefahren und machen uns wieder auf den Rückweg und düsen noch nach Medulin, eine kleine Stadt auf der anderen Seite der Bucht. Allzuviel Besonderes gibt es nicht zu sehen und so sind wir relativ schnell wieder zurück. Wir richten unsere Liegestühle her und lassen mal wieder einfach nur die Seele in der Sonne baumeln.

02.05.

Pula steht heute auf unserem Tagesplan. Mit dem Roller düsen wir in die Innenstadt und suchen uns einen Rollerparkplatz nahe dem Zentrum. Wir schlendern durch die Einkaufsgassen Richtung Altstadt. Wenn man nicht wüsste, dass man in Kroatien unterwegs ist, dann könnte es auch Zuhause sein. Ein DM mit ausschließlich deutschen Produkten, auf denen ein kleines Etikett mit kroatischer Übersetzung klebt. Klar, der deutsche Urlauber muss ja seine gewohnten Produkte auch im Ausland bekommen. Die Altstadt mit ihrem Torbogeneingang und den vielen römischen Gebäuden entschädigen die deutschen Einkaufsgassen. Wir gehen weiter durch die kleinen Gassen am Tempel des Augustus vorbei zum Kastel, mittig in Pula. Das Kastel ist eine Festung, die früher zu Kaiserzeit als Kinderkrankenhaus gedient hat. Zu viel erwarten sollte man nicht, wir entscheiden uns, nur von außen das Kastel zu besichtigen. Weiter an der Hauptstraße, nahe dem Meer, befinden sich Überreste eines Amphitheaters. Das wollen wir uns noch anschauen und stiefeln den Berg wieder hinunter. Ach ja, das Kastel liegt auf einem kleinen Hügel mit Aussicht. Keine grandiosen Aussicht, aber für ein paar Fotos reicht es. Am Amphitheater angekommen machen wir uns wieder erstmal einen Eindruck von außen und sind der Meinung, das reicht auch. Denn das Amphitheater ist von außen sehr gut einsehbar, zudem sind im inneren einige Führungen unterwegs, die ein Bild ohne Menschen eh schlecht hergeben. Wir knipsen einige Bilder von außen und machen uns anschließend wieder auf den Weg zum Roller und fahren zurück. Unterwegs beschließen wir noch einen Halt an einer Konoba, die direkt auf dem Heimweg liegt und lassen uns von der kroatischen Küche verwöhnen.

03.05.

Heute wollen wir weiterfahren Richtung Rovinj Nach einem Tankstopp und einem kurzen Stop am Lidl, entscheiden wir uns um. Auf einer privaten Homepage habe ich gelesen, dass man auf dem Campingplatz „Camping Village Stoja“ (N44°51’36“ O13°48’52“) Delfine beobachten kann. Wir wollen uns den Campingplatz mal anschauen. Er liegt direkt bei Pula. Die Übernachtungskosten lassen uns an der Rezeption nochmals kurz überlegen, aber wir entscheiden uns, den Preis zu zahlen und hoffen darauf, dass wir Delfine zu Gesicht bekommen. Wir suchen uns einen freien Platz direkt am Meer (Platz 301) auf einem Felsplateau. Von hier hat man eine super Sicht auf das  Meer und hoffentlich auch auf die Delfine. Nachdem der Vormittag etwas bewölkt war, lächelt nun auch die Sonne wieder in vollen Zügen und wir haben einfach wieder Lust nur zu genießen und schon mal nach Delfinen die Augen offen zu halten. Tatsächlich erhaschen wir einen kurzen Blick auf ein Delfinpaar. Wir sind also guter Hoffnung, dass wir am Abend mehr zu sehen bekommen. Und tatsächlich, wir haben Glück 🙂 Gute Bilder zu knipsen ist allerdings sehr schwer. Daher haben wir ein schönes Video auf Youtube mit unseren Aufnahmen zusammen gestellt. Viel Spaß beim Anschauen.

04.05.

Der Tag beginnt sehr bewölkt. Wir beschließen trotzdem unser Frühstück draußen zu genießen. Leider dauert es nicht lange und es fängt an zu tröpfeln. Nun ja, da wir nun aber ja schon draußen am gerichteten Frühstückstisch sitzen, drehen wir halt die Markise heraus und trotzen dem Regen. Nach dem Frühstück erhaschen wir nochmals einige Delfine im Meer und kosten nochmals den tollen Anblick aus, solch schöne Säugetiere in freier Natur zu sehen. Ist doch anders, als in einem Tierparkbecken. Heute soll es nun weiter gehen nach Rovinj. Wir haben uns bereits auf einen Campingplatz festgelegt, welchen wir nun anfahren wollen. Von hier aus haben wir es mit dem Roller nicht weit in die Stadt. Gesagt, getan, ca. eine Stunde später stehen wir am „Camping Amarin Resort“. Wir wollen erst mal über den Platz laufen und uns einen ersten Eindruck verschaffen. Nach unseren ersten zwei Superplätzen hat es nun wohl jeder Camping schwer mithalten zu können. Aber hier können wir einfach kein Wohlfühlplätzchen finden und beschließen wieder zu fahren und weiter zu suchen.    Ein paar Kilometer weiter soll es einen relativ neuen Campingplatz geben, der laut Internetseite einen guten Eindruck macht. Also fahren wir dort hin und ein Glück, der Camping „Val Saline Rovinj“ (N45°6’53“ O13°37’54“) ist wirklich sehr schön, die Parzellen geräumig und auch hier haben wir wieder Meerblick.

05.05.

In der Nacht ist ein starkes Gewitter über uns gezogen und entsprechend unruhig war die Nacht. Am Morgen sind nun aber wieder alle Wolken abgezogen und wir düsen nach dem Frühstück nach Rovinj. Ein Rollerparkplatz ist schnell gefunden und los geht die Besichtigung des wirklich schönen Städtchen. Wir starten in der Altstadt und sind begeistert von den vielen engen Gassen und netten kleinen Läden. Auch der Hafen mit den vielen Fischerbooten und den Cafés und Restaurants lädt zum Verweilen ein. Ein Besuch ist wirklich lohnenswert. Wir gönnen uns noch ein leckeres Eis und machen uns am Mittag wieder auf den Rückweg. Heute Abend wollen wir grillen und den letzten Abend in Kroatien ausklingen lassen.

06.05.

Heute geht es ein Stück Richtung Heimat. Als Ziel haben wir uns, wie bereits bei der Hinfahrt, den Stellplatz in Altenmarkt im Pongau ausgewählt. Bevor wir aber auf die Autobahn auffahren, machen wir noch einen Abstecher zum Ruinendorf Dvigrad. Im 16. Jahrhundert suchten Seuchen wie die Pest oder Malaria das Dorf heim. Damals verließen alle Einwohner den Ort oder starben. Die Gebäude verfielen daraufhin, Ruinen blieben übrig. Am besten ist die ehemalige Burg erhalten. Der Eintritt ist frei und wir laufen durch den zerfallenen Ort. Teils sind wirklich nur noch Mauerreste übrig, so dass die Vorstellung, wie es hier früher mal ausgesehen hat, schwer fällt. Nach ca. 20 Minuten sind wir wieder am Auto, man hat recht schnell alles überblickt. Also starten wir nun mit unserer Heimreise. Wir kommen super voran und die Zeit, sowie der Weg vergeht wie im Flug. So beschließen wir noch ca. 100 km weiter bis zum Chiemsee zu fahren. Damit ist der Heimweg morgen nicht mehr so weit. Wir fahren bis Bernau und steuern den Wohnmobilstellplatz dort an. Bezahlt wird über einen Ticketautomat, Sicht zum Chiemsee haben wir auch. Allerdings ist die Autobahn wirklich nicht zu überhören, was uns aber für eine Nacht zur Durchreise nicht stört. Noch dazu beginnt es gegen 21Uhr zu regnen und übertönt damit den Straßenlärm.

07.05.

Nach Regen in der Nacht folgt auch Regen am Morgen. Wir frühstücken ausgiebig und machen uns recht bald schon auf den restlichen Heimweg. Eine schöne und erholsame Woche geht zu Ende und wir müssen beide zugeben, dass es uns doch wirklich sehr gut gefallen hat. Wir kommen sicherlich einmal wieder.

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